Eine Chance auf ein Studium

Die 19-jährige Socheata musste in ihrem jungen Leben leider schon viel Leid erfahren. Ihre Eltern verließen die Familie, als sie noch ein Baby war, und sie wuchs daher bei ihrer Großmutter auf. Als Überlebende des Regimes der Roten Khmer war ihre Großmutter selbst bereits sehr geschwächt und traumatisiert, tat jedoch alles, um sich um das kleine Mädchen zu kümmern. Vor allem aber vermittelte sie Socheata schon früh eine wichtige Botschaft: den hohen Stellenrang von Bildung.

Trotz der Herausforderungen und der extremen Armut, in der sie und ihre Großmutter lebten, verlor Socheata nie den Fokus auf die Schule.

Ich habe von Anfang an hart gearbeitet, bis ich die 12. Klasse abgeschlossen hatte. Ich hatte kein Geld, weil meine Großmutter sehr alt ist. Aber ich habe alles dafür getan, meinen Schulabschluss zu machen, um meinen Traum vom Universitätsstudium anschließend verwirklichen zu können“, erzählt uns Socheata.

Als wir im vergangenen Herbst zum ersten Mal von ihrer Geschichte erfuhren, sagten wir sofort zu, Socheata auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Bildung kann Leben verändern, und engagierte, ehrgeizige junge Frauen wie Socheata verdienen die Chance, sich eine bessere Zukunft aufzubauen.

Lest über ihre Geschichte in ihren eigenen Worten!

Hallo!

Mein Name ist Socheata. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus der Provinz Kampot. Ich bin Einzelkind und bin bei meiner Großmutter im Dorf Morum aufgewachsen. Meine Mutter verließ uns, als ich erst acht Monate alt war, und mein Vater verließ uns bereits vor meiner Geburt, da er eine zweite Familie hat.

Letzten Oktober bin ich nach Phnom Penh gezogen und habe mich an der Universität eingeschrieben. Ich bin sehr aufgeregt und überglücklich, hier zu sein. Ich wollte studieren, weil es mein Traum ist und ich eine gute Ausbildung haben möchte, um in Zukunft einen guten Job zu haben. Jetzt bin ich stolz darauf, Studentin an der Vanda-Universität zu sein, und das  Studienfach, das ich mir ausgesucht habe, ist Rechnungswesen. Ich freue mich sehr, weil ich auch schon neue Freundinnen im Unterricht gefunden habe.

Ich brauche die Hilfe dieser NGO, weil ich Waise bin. Ich habe keine Mutter und keinen Vater mehr und bin bei meiner Großmutter aufgewachsen. Meine Großmutter kann mich in Phnom Penh nicht unterstützen. Sie lebt allein in unserem Haus in der Provinz Kampot. Sie arbeitet in unserer örtlichen Pagode und versucht dort Geld zu verdienen, um sich jeden Tag Essen kaufen zu können.

Mein Ziel ist es, später einmal als Buchhalterin zu arbeiten. Ich hoffe, damit genug Geld zu verdienen, um mich und meine Großmutter ausreichend zu versorgen.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich für eure Unterstützung bedanken! Diese Chance hätte ich ohne euch nie gehabt.

Alles Liebe,
Socheata

Nach ihrem Schulabschluss haben wir Socheata beim Umzug von ihrem Dorf in Kampot in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh unterstützt. Heute übernehmen wir ihre Miete und die Kosten für den täglichen Lebensunterhalt. Außerdem finanzieren wir ihr Universitätsstudium und weitere bildungsbezogene Ausgaben, wie beispielsweise für Schulmaterialien und Kleidung.

Wir sind unglaublich stolz darauf, diese junge Frau bei der Verwirklichung ihrer Träume an der Universität begleiten zu können, und wir werden für die gesamte Dauer ihres Studiums eng an ihrer Seite bleiben.

Unterstützt benachteiligte Mädchen wie Socheata, indem ihr noch heute an CYS spendet!